9 Vogelarten, die du lieber nicht in deinem Garten sehen möchtest

Ungebetene Gäste im Garten: Vögel, die nicht ins heimische Grün gehören
Ungebetene Gäste im Garten: Vögel, die nicht ins heimische Grün gehören

In der Welt der Gartenfans ist das Beobachten von Vögeln, bekannt als “Backyard Birding” (die Vogelbeobachtung im eigenen Garten), sehr beliebt und hat sich zu einer Branche mit einem Jahresumsatz von 4,60 Milliarden Euro entwickelt. Aber nicht alle gefiederten Besucher sind gern gesehen. Manche Arten bringen Lärm, können Krankheiten verbreiten oder verhalten sich aggressiv gegenüber anderen Tieren. Deshalb ist es hilfreich, diese ungebetenen Gäste zu erkennen und Wege zu kennen, wie man sie vermeidet oder abschreckt.

Blauhäher: laut, territorial und manchmal lästig

Blauhäher polarisieren: Für manche sind sie wegen ihrer leuchtend blauen Federn ein Hingucker, für andere sind sie wegen ihres territorialen und lauten Verhaltens nervig. Sie können so viel Wirbel machen, dass sie sogar Habichte und Eulen vertreiben, wodurch kleinere Vögel verletzlicher werden. Außerdem stehlen Blauhäher öfter Eier und verteidigen ihre Nestlinge sehr energisch. Als Gegenmaßnahmen helfen Standortwechsel beim Futterspender (Blauhäher mögen zum Beispiel keine Nyjer-Distelsamen), Eulenattrappen, reflektierende Flächen und klappernde Metall-Windspiele.

Braunkopf-Kuhstärlinge: Brutparasiten, die tricksen

Die Braunkopf-Kuhstärlinge sind für ihren Brutparasitismus berüchtigt: Das Weibchen legt Eier in fremde Nester und entfernt dabei oft ein vorhandenes Ei. Die arglosen Wirtvögel ziehen dann fremde Küken groß, was ihre eigene Brut gefährdet. Um Kuhstärlinge fernzuhalten, kann man auf Röhrenfutterspender umsteigen und das Samenangebot so ändern, dass ihre Lieblingsspeisen wegfallen. Es ist außerdem sinnvoll, verdächtige Nistplätze beim Cornell Lab of Ornithology über NestWatch zu melden.

Kanadagänse: schön anzusehen, aber oft problematisch

Kanadagänse fallen durch ihre typische V-Formation auf, können im Garten aber erhebliche Probleme machen. Ein einzelner Vogel kann bis zu 1,81 kg Kot täglich hinterlassen, der Bakterien und Parasiten enthalten kann. Schwärme von bis zu 100 Tieren führen durch Überweidung zu Schäden am Rasen. Die Männchen können zudem aggressiv werden, wenn sie ihre Küken verteidigen. Hilfreich sind solarbetriebene, aufblinkende bernsteinfarbene Lichter der Firma “Away With Geese”, die Gänse fernhalten können.

Stare: viele Tiere, hartnäckige Störer

Europäische Stare sind in den USA eine eingeführte Art und können Ärger machen. Mit einer Gesamtpopulation von über 220 Millionen richten sie in der Landwirtschaft Schäden an und konkurrieren aggressiv um Nistplätze und Futter. Zur Abschreckung sollte man auf Nistkästen und Schmalz-/Fettfütterer verzichten und Vogelhäuser mit Öffnungen kleiner als 3,81 cm aufhängen. Attrappen und akustische Störquellen muss man häufig umplatzieren, weil Stare besonders hartnäckig sind.

Weitere störende Vogelarten und was man tun kann

Neben den genannten Arten sorgen auch gemeine Grackles, Cooper’s Hawks, Möwen, Haussperlinge und Tauben für Probleme: jede Art auf ihre Weise. Möwen verschmutzen oft das Grundstück, Haussperlinge nisten gern in Lüftungsöffnungen und können so brandgefährliche Situationen verursachen. Für jede Vogelart braucht man gezielte Maßnahmen, um ihre negativen Folgen einzudämmen.

Wissen über Erkennungsmerkmale sowie effektive Präventions- und Abschreckungsmaßnahmen hilft, diese ungebetenen Bewohner fernzuhalten. Bildung und Aufmerksamkeit sind die besten Werkzeuge, damit Ihr Garten zur ruhigen Oase für Sie und für die erwünschten gefiederten Besucher wird.